|
Abstract: . . . Kochsalzaufnahme ist in der Schwanger- schaft nicht angebracht. Wenn blutdrucksenkende Medikamente notwendig sind, mssen sie zunchst in niedriger Dosierung eingesetzt werden. Eine zu schnelle Blutdrucksenkung kann die Page 27 28 Durchblutung von Gebrmutter und Mutterkuchen ver- schlechtern und die Versorgung des Ungeborenen mit Sauerstoff und Nhrstoffen beeintrchtigen. Auerdem ndert sich in der Schwangerschaft der Tagesablauf der Blutdruckwerte. Anders als vor der Schwangerschaft treten die hchsten Blutdruckwerte nicht am frhen Mor- gen, sondern am Abend und in der Nacht auf. Daher ist es sinnvoll, den Blutdruck abends zu messen und die blutdrucksenkenden Medikamente abends einzuneh- men. Nicht alle Hochdruckmittel sind fr den Schwanger- schaftshochdruck geeignet. Aus der Vielfalt der blut- drucksenkenden Mittel sollten nur jene eingesetzt wer- den, die den Schwangerschaftsverlauf und die Entwick- lung des Kindes nicht gefhrden. Dazu gehren vor allem die beta 1 -selektiven Betarezeptorenblocker, wie zum Beispiel Metoprolol und Atenol sowie das alpha-Methyl- dopa. Wissenschaftliche Studien belegen, da die Nor- malisierung des Blutdrucks in der Schwangerschaft eine deutliche Senkung der Gefahren fr die werdende Mutter bewirkt und die normale Entwicklung des Ungeborenen gewhrleistet. Bluthochdruck im Alter Es ist nie zu spt fr eine konsequente Hochdruck- therapie. Auch fr Hochdruckpatienten jenseits des 65. Lebensjahres kann die Hochdruckbehandlung die Hufigkeit von Schlaganfall und Herzinfarkt senken und die Lebenserwartung verlngern. Ziel der Therapie ist eine Senkung des diastolischen Blutdrucks unter 90 mmHg und des systolischen um mindestens 20 mmHg. Bei Ausgangswerten von ber 180 mmHg mu der Blutdruck auf unter 160 mmHg gesenkt werden. Bei lteren Patienten treten oft Nebenwirkungen einer Blutdrucksenkung wie Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen auf. Daher mu der Blutdruck langsam gesenkt werden. Die Hochdruckmittel werden am Anfang niedrig dosiert, und die Dosissteigerung erfolgt Page 28 29 langsam ber mehrere Wochen oder auch Monate, bis das Therapieziel erreicht ist. Ihr Arzt dosiert die Medika- mente niedrig, da im Alter einige Funktionen des Kr- pers, wie zum Beispiel die Nieren- und die Leberfunktion, leicht nachlassen. Die Medikamente werden langsamer abgebaut bzw. ausgeschieden. Dadurch entstehen hhere Medikamentenspiegel im Blut. Die erwnschte Wirkung kann mit einer niedrigeren Dosis erreicht wer- den, womit auch die Nebenwirkungen abgeschwcht werden. Bei der Wahl des Hochdruckmittels wird Ihr Arzt ver- schiedene Aspekte bercksichtigen. Die wichtigsten . . . --3000,1,1500,3110,52986
|